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Der stadtteil Żoliborz

Żoliborz, ist ein Ort, der immer begeistert hat. Er verdankt seinen Namen der Schönheit dieses Teiles des Weichselhanges. Die Aussicht, die sich von hier ausbreitet, brachte einen spontanen Aufruf in französischer Sprache hervor: Joli Bord. Und so ist es auch geblieben. Der polonisierte „Schöne Damm“ ist der heutige Żoliborz.

Auch der Name eines anderen Ortes in unserem Stadtteil ist französischer Herkunft – Marymont – von Marie Mont, das heißt Marienberg. Auf diesem Berg hat der polnische König Johann III. Sobieski, ein ausgezeichneter Krieger, der die Türken bei Belagerung Wiens bezwungen hat, eine Residenz für seine geliebte Frau Marysieńka gebaut. Heute steht auf den Fundamenten dieses Palastes eine katholische Kirche der Heiligen Maria Königin von Polen. Und an seinem Fuße breitet sich der älteste Park in Warschau, der Kaskada Park aus.

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Żoliborz ist eines der kleinsten Stadtteile Warschaus – seine Fläche beträgt 8,3 km², darunter bilden 250 ha geschlossene Grünanlagen. Wenn man beachtet, dass hier knapp 50 000 Einwohner leben, so fällt auf jeden von ihnen 50 m² dieser grünen Lungen zu. Spricht jemand in Warschau den Namen Żoliborz aus, so legt er wenigstens in den Gedanken auch das Wort grün zu. Das ist unser charakteristisches Merkmal.

Die nördliche Grenze von Żoliborz bilden der Kaskada Park, der noch aus den Zeiten von Johann III.  Sobieski stammt, und der Schnellweg der Landesarmee (Trasa AK). Südlich befindet sich die Zitadelle. Östlich fließt die Weichsel und der Weichselhang breitet sich aus. Powązki und postindustrielle Gebiete bilden die westliche Grenze. Żoliborz hat gute Verkehrsverbindungen mit anderen Teilen Warschaus. Es reichen 5-7 Minuten, um ins Stadtzentrum, oder in eines der Einkaufszentren in den benachbarten Stadtteilen zu gelangen. Und das Einkaufszentrum Arkadia, die sich praktisch in der Reichweite befindet, wird von vielen als ein Teil von Żoliborz betrachtet. U-Bahn, Straßenbahne und Busse sichern ein bequemes öffentliches Verkehr in allen Richtungen.

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Die Zeit der größten Entwicklung erlebte Żoliborz in den Jahren 1919 – 1939. Ein Stadtteil wurde damals im Wildnis der Zitadellenesplanade gebaut, als ein Denkmal für den Unabhängigen Polnischen Staate. Die Dynamik und Kreativität dieser Epoche konnte man damals in gleichem Ausmaß in ganz Warschau nicht finden. Das, was hier damals geschaffen wurde, inspiriert uns bis heute noch. Ich denke jetzt an die Idee der Gartenstadt, die auf kreative Art und Weise in Offizierenżoliborz (Żoliborz Oficerski) verwirklicht wurde.

In Żoliborz sind die Straßen so schön… (Na Żoliborzu są ulice takie śliczne…) schrieb vor Jahren Konstanty Ildefons Gałczyński. Diese Worte begeisterten Władysław Szpilman und so entstand das Regenlied (Deszczowa piosenka), mit Żoliborz im Hintergrund. Heute schlägt jeden Tag genau um Mittag das Spieluhr am Rathaus in Żoliborz die ersten Takte dieser Melodie. Und in diesen Worte versteckt sich die Bewunderung für die Schönheit kleiner Gassen, im Grün versunken, nach Blumen duftend, geziert mit beeindruckender Architektur, die aus der Tradition der Heimat entwickelt wurde. „Es ist ein Glück, dass es in Warschau Żoliborz gibt…” („Ale na szczęście Warszawa ma Żoliborz…”) schrieb neulichAntoni Libera. Und diese Feststellung enthält die Ladung von Emotionen, Bindung und Sentiment zu einem Ort, der die Probe der Zeit zu überstehen wusste. obwohl die Zeit vergeht, behält Żoliborz seinen intimen Charakter. Er unterlag nicht der Mode, die „Größe“ verehrt. Es gibt hier keine Wolkenkratzer oder gigantischen Supermärkte. Wenn man aber in eine seiner Straßen abbiegt, lässt man den großstädtischen Lärm hinter sich und tritt in eine anmutende Welt einer ruhigen Provinz ein. Viele Familien wohnen hier seit mehreren Generationen und unter den Einwohner kann man die in ganz Polen bekannten Namen finden. Żoliborz, obwohl wir schon das XXI Jahrhundert haben, ist immer noch der alte. Ein kleines, sympathisches Stadtteil, freundlich für ihre Einwohner so wie Gäste. Hier wirkt sich die Magie des Ortes stärker als woanders aus, hier herrscht das Klima, von dem die Künstler sowie gewöhnliche Nullachtfünfzehn-Menschen schöpfen.

Eine andere, deutliche Tendenz präsentieren hier die genossenschaftlichen Mehrfamilienhäuser, Wohnungen, die sogar für die Armen erreichbar sind, Grünflächen und Spielplätze für Kinder, Innenhöfe, Erholungsanlagen. Es ging darum, dass hier nicht nur gewohnt wird, aber dass auch eine lokale Gemeinschaft mitbegründet wird, die durch u.a. die Gesellschaft, die Umgebung integriert wird. Hier entstand die legendäre Genossenschaft – Warschauer Wohngenossenschaft (Warszawska Spółdzielnia Mieszkaniowa). Ein wundervolles Denkmal hat ihr Jarosław Abramow in seinem mehrmals ausgezeichnetem Buch Löwen aus meinem Hof (Lwy z mojego podwórka) geschaffen.

Die markante Eigenschaft von Żoliborz war und ist es immer noch sein Intelligenzcharakter, von dem die Namen der Wohnsiedlungen zeugen: Offizierenżoliborz (Żoliborz Oficerski), Beamtenżoliborz (Żoliborz Urzędniczy), Journalistenżoliborz (Żoliborz Dziennikarski) und nirgendwo anders in Warschau kann man einem so stark entwickelten Lokalpatriotismus begegnen. Denn viele Familien wohnen hier seit mehreren Generationen und sie behandeln diesen Ort wie ihre kleine Heimat. In Żoliborz zu wohnen ist ein Grund zum Stolz, der auch etwas von positiv gemeinten Snobismus in sich hat. Unter den Einwohner öfter als in anderen Stadtteilen Warschaus kann man die in ganz Polen bekannte Namen finden. Einen seiner Essays im Zyklus Briefe an Frau Z. (Listy do Pani Z.) widmete Kazimierz Brandys dem Versuch, den Begriff der Einwohner von Żoliborz aufgrund deren entwickelten und erkennbaren Einstellungen zu definieren.

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Der heutige Żoliborz hat einerseits 18 Schulen und 6 000 Schüler, 3 Hochschulen, 11 Kindergärten und 3 Wissenschaftsinstitute. Nahezu 35% der Einwohner haben Hochschulabschluss. Andererseits aber sind knapp 30% davon die Rentner. Eine neue Erscheinung ist die wachsende Zahl von alleinstehenden jungen Leuten. Wir möchten, dass sie hier ihre Familien gründen und bei uns bleiben.

Der Antrieb der dynamischen Entwicklung, der durch das Stadtteil von Süd nach Nord führt – ist die U-Bahn. Als erste haben es die Banken entdeckt. Noch vor Kurzem herrschten im Umkreis von 100 m vom Rathaus in Żoliborz die Bücher – es gab hier 11 Buchhandlungen. Heute wurden sie längst von Banken überholt. Auf dem gleichen Gebiet gab es schon 12 Banken. Und es gab so einen Zeitpunkt, wo Wilsonplatz (Plac Wilsona) als „Bankenplatz“ verspottet wurde. Zum Glück gehört das schon in die Vergangenheit, denn in kurzer Zeit brach auf dem Wilsonplatz und in seiner Umgebung, sowie in anderen Orten in Żoliborz, die Mode auf Kultur aus – eine spontane, aber gleichzeitig inspirierte Mode. Zuerst, dank den durch die Verwaltung gestalteten Ausschreibungen, später auch durch und infolge von Privatinitiativen. Kleine Cafés mit interessantem Kulturangebot, Clubs, Galerien – es gibt mittlerweile einiges zu wählen. Hoffentlich vergeht diese Mode nicht.

Die Transformationszeit bedeutete für Żoliborz das Verwelken seines südlichen Teiles, wo sich die Industrie befand. Heute werden diese postindustriellen Gebiete zu einem riesigem Bauplatz. Die ersten Gebäuden sind schon jetzt bewohnt. In den nächsten zehn Jahren entsteht hier eine moderne Stadt mit über 20 000 Einwohner. Wir hoffen, dass die Integration dieser neuen Enklave mit dem historischen Żoliborz einen interessanten gesellschaftlichen Effekt mit sich bringt.

Wichtigere Objekte:

  • Sanktuarium des Heiligen Stanisław Kostka, wo sich das Grabmal von selig gesprochenem Priester Jerzy Popiełuszko befindet.
  • Zitadelle mit gebautem Museum der Polnischen Armee.
  • Sokolnicki Fort, als ein Bespiel für die Verwendung des Ortes von grausamer Vergangenheit als menschenfreundliches Objekt.
  • Olympiazentrum, als der Ort olympischer Erziehung.
  • Katyń Museum, als Gedenkstätte für die Opfer der sowjetischen Massaker.